Alte Heizkessel unter Druck
Moderner Heizkessel
Bis zu 10.000 Euro Geldbuße riskiert, wer nach dem 1. November gegen die
Bundesimmissionsschutzverordnung verstößt. Künftig dürfen öl- oder gasbefeuerte Heizkessel nicht mehr als elf Prozent Abgasverlust haben - das ist die Wärme, die mit den Abgasen zum Schornstein hinausgeht. Für etwa 650.000 Haushalte heißt es daher jetzt: Heizkessel checken lassen. Bei einigen wird eine gründliche Wartung und eine Neueinstellung des Kessels ausreichen. Für viele, die einen Heizkessel haben, der vor 1978 eingebaut wurde, ist es sinnvoll, schon jetzt über den
Einbau einer neuen Heizung nachzudenken. Denn bis 31.12.2006 müssen diese ohnehin größtenteils ausgetauscht werden !!!
Oft ist es sinnvoll, den Heizkessel auch dann auszutauschen, wenn die Grenzwerte knapp eingehalten werden. Mit neuen Heizsystemen lassen sich Brennstoffverbrauch und Heizkosten um 20 bis 30 Prozent senken. Die
Verbraucherzentrale empfiehlt, den Sommer zu nutzen, um in aller Ruhe eine Heinzungsmodernisierung zu planen und durchzuführen.
Moderne Alternativen
Neuere Heizkessel bieten meist die so genannte Niedertemperaturtechnik. Das heißt, der Heizkessel passt seine Temperatur dem Wärmebedarf an und heizt nur so viel, wie gerade nötig ist. Eine moderne Alternative dazu ist der so genannte Brennwertkessel. Dieser nutzt die Abgaswärme und ermöglicht dadurch, dass weitere zehn Prozent Energie - im Vergleich zu alten Anlagen - eingespart werden können.
Zusätzliches Einsparpotential bietet der Einbau eines Warmwasserspeichers von 500 bis 1.000 Litern. Dadurch kann man die Zahl der Starts der Heizung deutlich reduzieren. Und weil die Starts eben sehr viel Energie verschwenden, heizt man damit auch sparsamer.
Sinnvoll ist es auch, jetzt über den Einbau einer
Solaranlage nachzudenken. Dadurch können Sie bis zu 70 Prozent des Bedarfs an erwärmtem Trinkwasser abdecken. Eine attraktive, umweltfreundliche und komfortable Alternative ist übrigens auch das Heizen mit Holzpellets. Das sind kleine Presslinge aus Sägewerksabfällen.
Förderung für Solar- und Holzheizung
Wer eine Holzpellet- oder Holzheizung einbaut, erhält dafür vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine Förderung von 1.700 Euro. Für Solaranlagen gibt es 110 Euro pro Quadratmeter. Weiter sollten Sie sich nach Förderungen von Land und Kommunen erkundigen. Auch wer sich gegen Holz- oder Solarenergie entscheidet, kann versuchen, bei der
Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein Darlehen für eine energiesparende Heizungsmodernisierung zu erhalten.
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